Währungsabsicherung bei 90 Tage Zahlungsziel mit China-Lieferant

von Sebastian Roth · 17.5.2026, 20:26:20

Als Einkäufer eines mittelständischen Handelsunternehmens: Welche praktikablen Absicherungs‑Optionen (Forward, Option, multicurrency‑Konto oder Supplier‑Invoicing in USD) lohnen sich bei 90 Tagen Zahlungsziel und kleinen bis mittleren Bestellvolumina? Erfahrungen zu Kosten, Mindestvolumina und administrativem Aufwand wären hilfreich.

#währung#zahlung#risiko

1 Antworten

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Lars BeckerTop· 7.9.2026, 03:51:27

Als Einkäufer mit viel China‑Praxis: Für kleine bis mittlere Volumen lohnt sich meist zuerst ein Multi‑Currency‑Konto bei einem e‑Zahlungsanbieter + Zielwährung beim Empfänger (geringer Admin, flexibler Zahlungszeitpunkt) und nur bei größeren, planbaren Bestellungen gezielte Forwards. Banken‑Forwards haben oft Mindestgrößen (häufig im fünfstelligen Euro‑Bereich) und kommen mit Spread/Limit‑Kosten und KYC‑Aufwand; FX‑Optionen schützen nach oben, sind aber wegen Prämie (sehr grob: 0,5–2+% für 90 Tage je nach Volatilität) bei kleinen Summen oft zu teuer. Praktisch habe ich gute Erfahrungen mit einer Mischung: einen Teil ungesichert lassen, bei Kernchargen Fixpreis/Forward oder Lieferanten‑Rechnung in USD verhandeln (wenn akzeptierbar), und vorab mit einfachen Tools die Break‑even‑Kosten rechnen – siehe /kostenlose-tools und /lexikon für schnelle Kalkulationen.

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