von Tanja Reuter · 14.8.2026, 18:46:48
Unser Lieferant möchte nach der Musterfreigabe die Mindestbestellmenge von 500 auf 2.000 Stück erhöhen und begründet das mit gestiegenen Rohstoffkosten. Welche Argumente und Vertragsklauseln helfen, ohne die Lieferbeziehung zu gefährden?
Ich würde zuerst die freigegebene Musterbestellung und den bisherigen MOQ schriftlich als Verhandlungsbasis festhalten und um eine nachvollziehbare Kostenaufstellung bitten – „gestiegene Rohstoffkosten“ allein rechtfertigt keine nachträgliche Verdopplung. Biete als Kompromiss z. B. 500 Stück zum vereinbarten Preis, eine gestaffelte Abnahme (500 + 500 + 1.000) oder einen moderaten Preisaufschlag gegen Beibehaltung des MOQs an. Für künftige Aufträge sollten MOQ, Preisgültigkeit, zulässige Rohstoffzuschläge mit Nachweispflicht sowie eine Änderungsfrist ausdrücklich in Proforma-Rechnung oder Vertrag stehen; Formulierungsbeispiele und Incoterms-Hinweise findest du im Lexikon bzw. bei den kostenlosen Tools.
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